Reanimation durch Laien


Jeder kann helfen, doch im Notfall tun es die wenigsten: nicht selten aufgrund fehlender Kenntnisse über Wiederbelebungsmaßnahmen. Dabei würden sich die Überlebenschancen der Betroffenen durch ein unverzügliches Eingreifen erheblich verbessern. Wie bereits im Koalitionsvertrag vereinbart will die NRW-Koalition hier ansetzen.

Künftig soll Reanimation an allen Schulen des Landes gelehrt und somit das erfolgreiche Modellprojekt „Laienreanimation an Schulen“ ausgebaut werden. Ein Blick in andere europäische Länder belegt schon lange, dass Kurzschulungen an Schulen und in Büros die Laienreanimationsrate auf mehr als 70 Prozent steigern. In Deutschland helfen nur rund 37 Prozent der Bürger im Ernstfall.

Nun muss überprüft werden, in welchem Umfang zusätzliche Anschaffungen von Übungspuppen aus den Haushaltsmitteln des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zur Verfügung stehen. Zudem ist die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern auf diesem Gebiet erstrebenswert, doch auch dafür müssen Anreize geschaffen werden. Es muss kalkuliert werden, ob im bestehenden Finanzrahmen Aufwandsentschädigungen für die Durchführung von Schulungen möglich sind. Die NRW-Koalition befürwortet, dass nach dem Auslaufen des Modellprojekts 2020 ein Konzept vorgelegt wird, welches das Thema dauerhaft in den Schulalltag integriert.