Verfassungsschutzbericht für 2025
Innenminister Herbert Reul hat am 16. April den Verfassungsschutzbericht für 2025 vorgestellt. Demnach ist die politisch motivierte Kriminalität in NRW um 27 Prozent auf einen Rekordwert von 13.650 Straftaten gestiegen. Die Zahl der linksextrem motivierten Straftaten hat sich von 1190 auf 2400 verdoppelt. Die Zahl der antisemitischen Straftaten stieg um 13 Prozent auf 790. Die Zahl der Rechtsextremisten hat in Nordrhein-Westfalen erneut zugenommen. Um jeweils rund zehn Prozent stiegen die Zahlen der Rechtsextremisten (jetzt 4450) und der Linksextremisten (jetzt 3300). Dazu erklärt Fabian Schrumpf MdL, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion:
"Der Verfassungsschutzbericht 2025 zeigt klar, dass unsere Demokratie zunehmend unter Druck gerät. Phänomene wie Extremismus, Antisemitismus, Spionage, Hassrede, Hetze und gezielte Desinformation haben längst breite Teile der Gesellschaft erreicht. Extremistische Akteure nutzen gezielt digitale Plattformen und gut vernetzte Strukturen, um ihre Propaganda zu verbreiten und insbesondere junge Menschen anzusprechen. Rechtsextreme Gewalttaten, linksextreme Anschläge sowie die anhaltende Bedrohung durch islamistischen Terror stellen eine ernsthafte Gefahr für unsere freiheitliche Ordnung dar. Auffällig ist dabei insbesondere der starke Anstieg linksextremer Straftaten, der ein entschlosseneres Hinsehen und Handeln erfordert.
Gleichzeitig nimmt auch der Druck aus dem Ausland zu. Spionage, Cyberangriffe, Sabotageakte und gezielte Einflussversuche fremder Staaten haben deutlich zugenommen. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, sind Prävention, frühzeitige Aufklärung und eine konsequente Abwehr von zentraler Bedeutung. Der Bericht ist daher ein klarer Weckruf!"